Doris Friedl ist geborene Österreicherin und zertifizierter systemischer Coach mit über 25 Jahren Erfahrung im Personal- und Operations-Management. Sie arbeitete bereits erfolgreich mit vielen internationalen und schnell wachsenden Unternehmen über die unterschiedlichsten Branchen hinweg. 

Doris wagte sich schon immer gerne in neue Welten und macht auch vor unbekannten europäische Terrains keinen Halt. Sie spricht fünf Sprachen (DE, FR, ESP, ENG, NED) und lebte bereits in Brüssel, Barcelona und schließlich Berlin. Neben einer Vorliebe für Metropolen mit B reizt sie vor allem das Neue: Das Reisen und Leben in fremden Ländern, das Entdecken fremder Sichtweisen und Kulturen sowie das “Neue” Arbeiten.  

Mit zunehmender Digitalisierung verändert sich der Arbeitsmarkt rasant: neue Organisationsformen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit entstehen. Wertschätzung und respektvolles Miteinander gehen einher mit dem zunehmenden Bedürfnis nach Selbstorganisation, flexibleren Arbeitszeiten bzw. einem Arbeitsmodell auf Vertrauensbasis. Darauf müssen sich Unternehmen einstellen und mehr Verantwortung abgeben lernen. Als erfolgreiche Business Coach begleitet Doris Unternehmen bei diesem Transformationsprozess. 

Dazu zählt die Inspiration und Stärkung von Führungskräften, eine Verbesserung der Unternehmenskultur und interner Kommunikation sowie die Prozessanalyse- und -optimierung im interkulturellen Umfeld. Die Begeisterung für diese Themen gepaart mit Ihrer Lebens- und Berufserfahrung sind ihr Treibstoff für erfolgreiches Business-Coaching. Im Interview verrät sie uns mehr über Ihre Coaching-Methoden, persönliche Sichtweisen und gibt Einblicke in Ihren Coaching-Alltag. 

CoachHub: Warum hast du dich entschieden Coach zu werden? 

In meiner bisherigen Berufslaufbahn war ich in vielen lebhaften, sich schnell verändernden und wachsenden Unternehmen mit unterschiedlichen Unternehmenskulturen tätig, sodass ich die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei Transformationsprozessen aus direkter Nähe erfuhr. Der Wunsch eine andere Art der Führung und eine andere Form der Zusammenarbeit mit Menschen zu ermöglichen, wurde mit den Jahren immer größer. Mitarbeitende in ihrer Potentialentfaltung zu unterstützen stellt eine Win-Win-Situation sowohl für den Coachee als auch für die Unternehmen selbst dar. Mit diesem Wissen entschied ich, mich nebenberuflich zum zertifizierten Coach auszubilden. Als systemischer Coach ist die Fähigkeit der Selbstreflexion eine Grundvoraussetzung, um sein Umfeld nach eigenen Bedürfnissen, Werten und durch Festlegung eigener Ziele gestalten zu können. 

CoachHub: Welche Methoden und Coaching-Techniken wendest du an? 

Als zertifizierter, systemisch-integrativer Coach wende ich zahlreiche Methoden und  Coaching-Techniken an, die gezielt auf die Bedürfnisse meiner Coachees abgestimmt sind um die gewünschte Verhaltensänderung natürlich und nachhaltig zu erreichen. Dabei verfolge ich sowohl einen systemisch konstruktivistischen Beratungsansatz, den klientenzentrierten Ansatz nach Carl Rogers sowie den hypnotherapeutischer Ansatz nach Milton H. Erickson. Zudem bediene ich mich an den Erkenntnissen der kognitiven Verhaltenstherapie speziell nach Albert Ellis Rational-Emotive Therapie (RET). 

In meiner Coaching-Praxis besonders bewährte Techniken sind “Das Enneagramm: Kommunikationsmodell” und “Inneres Team” nach Friedemann Schulz von Thun. Sie bieten die Chance, zu mehr Selbsterkenntnis zu gelangen, eigene Potenziale besser zu nutzen und persönlich zu wachsen.

Das Modell der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg wiederum ermöglicht, so miteinander umzugehen, dass der Kommunikationsfluss zu mehr Vertrauen und Freude am Leben führt. Es ist daher nicht nur im Alltag hilfreich, sondern auch bei der persönlichen und beruflichen Konfliktlösung. 

CoachHub: Was zeichnet dein Coaching besonders aus? 

Sowohl als Coach als auch privat lege ich großen Wert auf eine klare und ehrliche Kommunikation. Von der Wirksamkeit des Kommunikationsmodells der Gewaltfreien Kommunikation bin ich besonders überzeugt, weshalb ich dieses mit Leidenschaft in meinen Alltag bestmöglich versuche zu integrieren. 

Nach Rosenbergs Modell ist Empathie eine Grundvoraussetzung für gelingende Kommunikation: Da ich Erfahrung in der Organisationsentwicklung und People Management mitbringe, aber auch selbst schon viele Veränderungen erlebt habe (wie bspw. Umzüge in verschiedene Länder, das Lernen neuer Sprachen und Kulturen, das Arbeiten in unterschiedlichsten Branchen und Unternehmensgrößen vom Start-up bis hin zur Kreativszene) kann ich mich sehr gut in meine Coachees hineinversetzen und empathisch zuhören. Zudem dürfen sich meine Coachees nicht nur auf ein offenes Ohr freuen, sondern auch auf meinen österreichischen Humor. 😉  

CoachHub: Was ist dein persönlicher Coaching-Ansatz?

Durch mein Coaching möchte ich Menschen mit Energie und Wertschätzung inspirieren und motivieren. Dabei sehe ich es als meine Mission, ein förderliches Arbeitsumfeld mitzugestalten, das ein erfüllendes Berufs- und Privatleben ermöglicht. Meine größten Stärken liegen im empathischen Zuhören sowie im lösungsorientierten und vernetzten Denken. Ich erkenne Strukturen und schaffe es Menschen zu inspirieren beruflich und privat ein erfülltes Leben zu führen. Als passionierte Netzwerkerin hilft es mir, Kontakte und Vertrauen aufzubauen und zu vertiefen. 

CoachHub: Was ist eine gute Übung aus deinem Coaching, die du auch in deinem Alltag häufig anwendest?

Es ist wichtig, nach Erfolgen inne zu halten und diese auch für sich oder im Team zu feiern. Dabei geht es nicht nur ums Große, Offensichtliche, sondern auch um die täglichen, kleinen Erfolge. Dies gelingt am besten, indem man sich selbst wertschätzend für den Erfolg bedankt. Durch das bewusste Innehalten und Bedanken verlassen wir das Hamsterrad; wir werden achtsamer und können durchatmen. Die Selbstverständlichkeiten werden somit zu etwas Besonderem und wir gelangen wieder zu mehr Energie. Gerade im heutigen, sehr schnellen Alltag ist das eine wichtige Übung.

CoachHub: Was macht deiner Meinung nach einen guten Coach aus?

Ich finde, es gibt nicht den einen guten Coach, aber einen passenden. Dabei ist natürlich wichtig, dass der passende Coach auch Höhen und Tiefen des Coachees kennt und fortwährend an seiner eigenen Entwicklung arbeitet. Zu den Kernkompetenzen gehören offene Kommunikation, Einfühlungsvermögen, Neugierde, Kreativität und systemisches Denken. Dabei hat der Coach eine professionelle Haltung und unterstützt den Coachee durch das Einbringen von Impulsen, seinen eigenen Weg zu gehen.

CoachHub: Was sind deiner Meinung nach die wesentlichen Fähigkeiten, um heute eine gute Führungskraft zu sein? 

Führungskräfte wünschen sich meist selbstorganisierte, motivierte Mitarbeitende. Um dies zu erreichen, sollte das Umfeld grundsätzlich auf Vertrauen basieren: Führungskräfte müssen lernen loszulassen und Verantwortung abzugeben, sodass Mitarbeitende neue Dinge ausprobieren und Verantwortung übernehmen können. 

Um eine vertrauensvolle Beziehung zu gestalten, bedarf es einer förderlichen Haltung sowohl seitens der Mitarbeitenden als auch der Führungskraft! Kompetenzen wie aktives Zuhören, klare und vollständige Kommunikation (wie z.B. über die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit) sind besonders wichtig – ebenso die Förderung der Kollaboration und natürlich die Bereitschaft zur Selbstreflexion und Weiterentwicklung. Letzteres gilt sowohl für sich als auch für Teammitglieder. Meiner Meinung nach agiert eine gute Führungskraft als Mentor auf Augenhöhe und zieht idealerweise das Team in Entscheidungsprozesse mit ein. 

CoachHub: Warum kann Coaching helfen, Blockaden zu überwinden?

Im Coaching werden Erlebnisse und daraus entstandene Denk- und Handlungsmuster genauer betrachtet und v.a. sichtbar gemacht. Im Anschluss werden alternative Denkweisen und Überzeugungen ausgearbeitet, um neues Handeln ausprobieren zu können. Das neue Handeln ist meist ein kleines, langsames Herausbewegen aus der eigenen Komfortzone. Da diese neuen Denk- und Handlungsmuster vom Coachee selbst stammen, ist es leichter Neues auszuprobieren als wenn jemand – wie bei einer klassischen Beratung – sagt, was zu tun ist.

CoachHub: Woran erkennst du basierend auf deiner Erfahrung, dass ein Coaching erfolgreich ist? 

Wenn wir gemeinsam feststellen, dass sich neue Wege öffnen, wir unsere am Anfang des Coachings gesetzten Ziele erreichen und der Coachee mit einem besseren Gefühl aus dem Termin geht.

CoachHub: Warum hast du dich für eine Zusammenarbeit mit CoachHub entschieden?

Schon vor Covid-19 coachte ich bereits vermehrt online. Zum einen, weil es flexibel ist und weil ich zum anderen davon überzeugt bin, dass auch remote ein persönlicher, vertrauensvoller Rahmen möglich ist. CoachHub ist eine sehr professionelle Plattform und gibt mir die Möglichkeit, in einem größeren Radius sowie in unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen zu arbeiten. Der Akquise-Prozess für mich als Coach fällt komplett weg, sodass ich mich ganz auf meine Arbeit konzentrieren kann. Auch die von CoachHub angebotenen Übungen für Coachees finde ich sehr hilfreich, um das Besprochene in den Sessions langfristig zu vertiefen. Insgesamt empfinde ich die Zusammenarbeit mit CoachHub als Coach sehr professionell und wertschätzend.

Coaching wird immer wichtiger, da Menschen, durch die schnellen Arbeitsabläufe, durch Homeoffice und erhöhte Anforderungen seitens der Arbeitgebenden die Möglichkeit benötigen zu reflektieren. Sie brauchen Zeit ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und im Leben zu berücksichtigen sowie an Soft Skills wie Resilienz – also dem besseren Verarbeiten und Umgang mit Stress und Krisen – zu arbeiten. Auch für Arbeitgebende wird die Einbeziehung der persönlichen Bedürfnisse aller immer wichtiger. Der Sinn der beruflichen Tätigkeit steht für Menschen zunehmend im Vordergrund. Für die Mitarbeiterbindung ist es wichtig, die – vor allem von den jüngeren Generationen – geforderte Weiterentwicklung bieten zu können. 

CoachHub: Hast du noch etwas, dass du zum Abschluss des Interviews ergänzen möchtest? 

Wir leben in einer Welt, die sich rasch verändert. Dabei muss jeder für sich klären, in weit man Veränderungen mitgehen und reflektieren kann. Mitarbeitende sollten lernen, die Verantwortung für sich zu übernehmen, während die Geschäftsführung die Menschen mit ihren Bedürfnissen in den kleinen und größeren Veränderungsprozessen in den Vordergrund stellen und einbeziehen sollten. Das sorgt für wirtschaftlichen Erfolg und ein gesundes, motiviertes Personal mit viel Wissen, das langfristig im Unternehmen bleibt.

Wir bedanken uns bei unserem CoachHub-Coach Doris Friedl für dieses Interview und den spannenden Einblick in Ihre Coaching-Tätigkeit.

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